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Dienstag, 9. Januar 2018, 14.30 und 19.30 Uhr
192. Veranstaltung

CON AFFETO-CON TIMBRO - eine barocke Klangfarbenreise

Marie-Luise Werneburg - Sopran
Ensemble HOLZ-BLECH-SAITEN
Ursula Schmotzer - Barockoboe
Ludger Starke - Barocktrompete
Sabine Erdmann - Cembalo

Kennen Sie William Corbett, Gottfried Finger, Alessandro Scarlatti und Girolamo Fantini?

Nein? Dann sollten Sie sie kennenlernen, oder zumindest ihre Musik.

Denn die Herren sind längst verstorbene –und leider weitgehend vergessene- Meister der Barockmusik. Zu den unbekannteren Namen gesellt sich neben Georg Philipp Telemann und Henry Purcell auch Johann Sebastian Bach, sodaß sich eine abwechslungsreiche Palette durch barocke Formen auftut. Sonate, Triosonate, Arie und Arie mit obligatem Instrument entfalten eingebettet in das Generalbaßzeitalter ihren Zauber.

Zwölf Kaiser, ein Kurfürst und das Magische Quadrat
Betrachtung mit Dr. Stefan Dürre, Kunsthistoriker und Bildhauer





Dienstag, 6. Februar 2018, 14.30 und 19.30 Uhr
193. Veranstaltung

Arabische Musik im Damaskuszimmer

Obeid Alyousef - Oud (arabische Laute)
Maemon Rahul - Kanun (orientalische Zither), Perkussion
Thomas Friedlaender - arabische Perkussion

Das Dresdner Damaskuszimmer
Kunstbetrachtung mit Dr. Anke Scharrahs, Restauratorin

Seit Jahrhunderten ziehen orientalische Luxus- und Gebrauchsgüter wie Teppiche, Fliesen, Brokatstickereien, prunkvolle Waffen oder perlmuttbesetzte Holztruhen das Interesse europäischer Käufer und Sammler auf sich. 1898 reiste der Sammler und Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus in den Orient, um Ausstellungsobjekte für sein geplantes Privatmuseum in Hagen/Westfalen zu erwerben. In seinem Reisetagebuch vermerkte er, dass er in Damaskus einige private Wohnhäuser mit dem Ziel besuchte, ein "arabisches Zimmer" für seine Sammlung zu kaufen. Während seines Aufenthalts waren seine Ankaufsbemühungen nicht von Erfolg gekrönt. Deshalb nahm sich der deutsche Konsul in Damaskus, Ernst Lütticke, gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Bishara Asfar Osthaus' Ansinnen an. Wie Briefwechsel zwischen Osthaus und Lütticke sowie die Rechnung vom 22. März 1899 belegen, wurde das Damaszener Zimmer 1899 nach Deutschland geschickt.

Osthaus hatte anscheinend die Dimensionen des Zimmers (5,40 m Raumhöhe) unterschätzt und fand keinen geeigneten Ausstellungsort in seinem Museumsneubau. Deshalb wurde das Damaszener Zimmer nicht aufgebaut, sondern eingelagert und geriet offenbar in Vergessenheit. Nach dem Tode Osthaus' 1921 entdeckte man die Vertäfelung wieder. Einem der Erben, dem Kunsthistoriker Hellmuth A. Fritzsche, ist es zu verdanken, dass das Damaskus-Zimmer 1930 als Schenkung an das Museum für Völkerkunde in Dresden kam. Aber auch dort kam es nicht zum Wiederaufbau, obwohl in den 1930er Jahren ein ausgewiesener Experte für orientalische Wohnhausarchitektur, der in Dresden als Professor tätige Architekt Oskar Reuther, in die Arbeiten einbezogen war. Während des Zweiten Weltkrieges waren die Einzelteile des Zimmers in der Festung Königstein ausgelagert. 1958 zog das Damaskuszimmer dann gemeinsam mit den anderen Objekten des Museums in das Japanische Palais in Dresden ein, das seither die Heimstatt des Museums für Völkerkunde ist.

Im Frühjahr 1997 wurden die Einzelteile des Damaskuszimmers nach fast einhundertjährigem Dornröschenschlaf aus dem Depot geholt und von der damaligen Museumsdirektorin Annegret Nippa ein Projekt zur Restaurierung und Wiederaufstellung des Zimmers initiiert. Die Präsentation der etwa 110 Einzelteile war auch für die Fachwelt eine Sensation, da es eines der wenigen erhaltenen Beispiele syrischer Interieurs ist, die in Museen weltweit ausgestellt sind. Aber auch in den Städten des Nahen Ostens sind derartige Vertäfelungen kaum noch in gutem Erhaltungszustand zu finden. Häufig wurden sie übermalt, verändert oder gänzlich entfernt und durch andere Dekorationen ersetzt. Ganze Stadtviertel mit historischen Wohnhäusern wurden bei kriegerischen Auseinandersetzungen zerstört oder fielen Modernisierungen der historischen Altstädte zum Opfer. Umso höher ist der Wert des Dresdner Damaskuszimmers, das fast vollständig und mit seiner Originalfassung erhalten ist, zu bewerten.





Dienstag, 27. März 2018, 14.30 und 19.30 Uhr
194. Veranstaltung

Passionen in der Karwoche - Klage- und Trauermusik des 16. und 17. Jahrhunderts
von Orlando di Lasso, Heinrich Schütz und Samuel Scheidt

Dorothea Wagner - Sopran
Thomas Friedlaender - Zink
Ercole Nisini - Posaune
Klaus Eichhorn - Orgelpositiv, Regal





Dienstag, 10. April 2018, 14.30 und 19.30 Uhr
195. Veranstaltung

Der virtuose Graf
Werke von Johann Graf (1684 - 1750)
Konzertmeister und Hofkapellmeister beim Fürsten Schwarzburg-Rudolstadt
Sechs kleine Parthien, Violinsonaten (die sechs Violinsonaten op.2 liegen auch in der Handschrift von Pisendel in der SLUB.)

Anne Schumann und Cornelia Strohbelt - Violine
Klaus Voigt - Viola, Viola da spalla
Felix Jörg - Violoncello
Sebastian Knebel - Cembalo





Dienstag, 8. Mai 2018, 14.30 und 19.30 Uhr
196. Veranstaltung

Historia von Doctor Johann Fausten
nebst einem juristischem Kommentar, höchst christlicher Lautenmusik und Elektrogitarrendonner

Niklas Trüstedt - Rezitation und Viola da gamba
Andreas Arend - Laute, Elektrogitarre und Puppenspiel
Thomas Friedlaender - Doppeltrichtertrompete, Sounds, Trommel

Die gesammelten Legenden um den "weitverschreyten Schwarzkünstler" erschienen 1587 bei dem Frankfurter Buchdrucker Johann Spieß. Der anonyme Autor machte den Mythos Faust damit bis weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums und seine Zeit hinaus bekannt. Zu erleben sind Originaltexte und erlesene Musik, die dazu in engem Bezug stehen. Es erklingen Werke von Orlando di Lasso, Matthäus Waissel und anderen.





Dienstag, 12. Juni 2018, 14.30 und 19.30 Uhr
197. Veranstaltung

FARBEN - Klangzauber des Impressionismus
Werke von Jacques Ibert (1890-1962), Henriette Renié (1875-1956) und Claude Debussy (1862 - 1918)

Alexandra Guiraud - Harfe
Adela Drechsel - Viola
Mathias Kiesling - Flöte

Im Reich der Flora
Kunstbetrachtung zu Hans Poelzigs Mosaikbrunnen im Großen Garten
mit Dr. Andreas Dehmer, Kunsthistoriker, Albertinum

Das Konzert ist gewidmet einem Meister der impressionistischen Klänge, dessen 100. Todestag in diesem Jahr die ganze musikalische Welt begeht: Claude Debussy. In seiner musikalischen Malerei behandelte er Musik als Licht und Schatten, wodurch er unaussprechliche und subtilste Empfindungen auszudrücken vermochte. Seine Musiksprache war prägend nicht nur für zahlreiche Zeitgenossen sondern auch für die nächste Generation. Dagegen war für Debussy das besondere und ausgezeichnete Harfenspiel der Henriette Renié eine große Inspiration für neue Kompositionen. Es erwartet uns ein Konzertprogramm voller Poesie und bezaubernder Impressionen.

Orientalisch anmutende Farbenpracht und dekorativ geschwungene Formen – kaum jemand geht am Mosaikbrunnen des Multitalents Hans Poelzig im Großen Garten unbeeindruckt vorüber. 1926 wurde er zur Dresdner “Jubiläums-Gartenbau-Ausstellung” errichtet, und zwar anlässlich des 100. Jahrestags der Gründung der Sächsischen Gesellschaft für Botanik und Gartenbau. Der sinnfällige Name dieses Vereins: FLORA. Andreas Dehmer bietet grundlegende, aber auch überraschende Einblicke zum Werk des Künstlers und zum Kunstwerk.





Dienstag, 14. August 2018, 14.30 und 19.30 Uhr
198. Veranstaltung

madonna maculata – Frauenbilder des Barock
Von der unbefleckten Jungfrau bis hin zur verlassenen Ariadne, von der angebeteten Göttin bis hin zur missbrauchten Lucrezia beleuchtet das Programm unterschiedliche Perspektiven von Weiblichkeit in der Barockmusik.

Das Dresdner Ensemble transit place steht für die spannungsvolle Liaison zwischen Barockmusik und zeitgenössischer Improvisation. Unkonventionelle Besetzungen und Arrangements eröffnen neue Klang- und Hörerlebnisse und machen deutlich, wie anschlussfähig die barocke Idiomatik an die Musik der Gegenwart ist. transit place wurde 2016 von Professoren der Dresdner Musikhochschule ins Leben gerufen, die auf der Suche nach neuen musikalischen Begegnungen jenseits traditioneller Sparten und Formate sind.

transit place begreift Konzerte als Übergangsräume: An der Schwelle von Vertrautem zu Fremdem, Vergangenheit und Zukunft, Realität und Imagination stellt das Ensemble neue und ungewöhnliche Verbindungen her. Dabei werden musikalische Werke verschiedener Epochen und Stile thematisch miteinander in Beziehung gesetzt und Berührungsflächen zu anderen Kunstgattungen geschaffen. In diesen besonderen Räumen können Musiker und Zuhörer neue Resonanzen in sich entdecken und in einen lebendigen Austausch miteinander treten.
Herzlich Willkommen am transit place, diesmal im “Weißen Saal” des Palais im Großen Garten!

Katja Erfurth - Tanz

Ensemble transit place

Elisabeth Holmer - Gesang
Max Loeb - Gitarre
Wolfgang Lessing - Cello


www.transitplace.com



Dienstag, 11. September 2018, 14.30 und 19.30 Uhr
199. Veranstaltung

9/11 - DAS LAMENTO PROJEKT
(zum Gedenken an den 11.9.2001)

Claudio Puntin - Bassklarinette
Catherine Aglibut - Barockvioline
Ulrike Becker - Violone
Christian Gerber - Bandoneon

“ ... Die Kraft der Phantastik hat das Vorrecht, alles was von aussen und innen auf uns eindringt, durch die Sinne aufzunehmen, es dort zu sammeln und dann neu zu komponieren ... ”
Arcimboldi, 16.Jahrhundert

Das LAMENTO Projekt nimmt die Lamenti, Klaglieder und Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts und ersetzt das Gambenconsort durch ein Bandoneon, nimmt Geige und Violone hinzu. Die Partie des Sängers übernimmt die Bassklarinette. Dieser Klang, der die alte Musik so auf neuartige Weise beleuchtet, überrascht durch seine Vielfalt, Körperlichkeit und Wandelbarkeit. Es ist den Musikern ein Anliegen, der alten Musik mit ihren intensiven wort- und tonmalerischen Beschreibungen menschlichen Zustände, ihren Ideen und Affekten neu zu begegnen, den Geist und die Kraft zu erspüren und aus diesem Zustand heraus improvisativ zu öffnen.





Dienstag, 9. Oktober 2018, 14.30 und 19.30 Uhr
200. Veranstaltung - in Kooperation mit HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST

PREISE am 9. Oktober: 17,- Euro / 15,- Euro / 7,- erm.

Simpel und Schwejk
Eine musikalische Geschichte nach wahren, erfundenen, lehrreichen und kurzweiligen Berichten zweier Schelme in unverhältnismäßig kriegerischen Zeiten mit Musik und Improvisation auf allerley alten Instrumenten

Ensemble all'improvviso

Mareike Greb, Schauspiel und Tanz
Hans-Georg Pachmann, Schauspiel
Martin Erhardt, Blockflöten, Einhandflöte und Trommel
Michael Spiecker, Barockvioline
Miyoko Erhardt-Ito, Viola da gamba
Christoph Sommer, Laute und Barockgitarre

Simplicius Simplicissimus und Josef Schwejk kennen beide die Welt – jeweils die ihre. Und wenn auch gute 300 Jahre zwischen ihnen stehen - ihnen macht keiner mehr etwas vor, und Geschichten erzählen können sie beide, dass einem die Blumen auf dem Baum wachsen. Was aber, wenn sich die Zeiten vermischen und der eine wie der andere sich nur wundern, fürchten und staunen kann, dass trotz der drei vergangenen Jahrhunderte die Menschen nichts gelernt haben?
Denn friedlich und zufrieden lebt der böhmische Hundehändler Schwejk in Prag, als der Erste Weltkrieg ausbricht. Da wird er wegen Hochverrats verhaftet und landet von dort direkt bei den Soldaten. Seinen Kriegseinsatz übersteht er mit dem Glück des vermeintlich Einfältigen.
Auch Simplicius, genannt Simpel, trifft die ganze Härte eines furchtbaren und furchtbar langen Krieges, er verliert seine Familie, wird Trommler der schwedischen Armee und schlägt sich als naiver Schelm und angeblicher Einfaltspinsel durch bis zum mehr oder minder guten Ende.
- Was würden sich die beiden wohl erzählt haben, “nach dem Krieg um 6”?





Dienstag, 13. November 2018, 14.30 und 19.30 Uhr
201. Veranstaltung

Die Skulpturenausstattung im Großen Garten
Henry Purcell (1659 - 1695) und Zeitgenossen

Marie Luise Werneburg - Sopran
Elina Albach - Cembalo

Kunstbetrachtung mit Dr. Stefan Dürre, Kunsthistoriker und Bildhauer





Dienstag, 11. Dezember 2018, 14.30 und 19.30 Uhr
202. Veranstaltung

PREISE am 11. Dezember: 17,- Euro / 15,- Euro / 7,- Euro

COLD AND RAW THE NORTHWIND BLOWS
Carols, tunes and winter songs from the North Countries

Early Folk Band

Miriam Andersén - Gesang, gotische Harfe, Bones
Gesine Bänfer - Northumbrian Smallpipes, Whistles, Hackbrett, Rahmentrommel, Cister, Gesang
Susanne Ansorg - Fidel, Tamburello, Gesang
Ian Harrison - Northumbrian Smallpipes, Whistles, gotische Harfe, Fidel, Gesang
Steve Player - Renaissancegitarre, historischer Tanz, Gesang

Eine wunderbare Medizin gegen die Traurigkeit finden wir in “Durfeys Pills to purge Melancholy” - einer Musiksammlung, die in London zwischen 1698 und 1720 herausgegeben wurde. Diese Notendrucke waren so beliebt, daß jede Ausgabe kurz nach Erscheinen ausverkauft war. Da heißt eine Melodie “To drive the cold winter away” - ein Dance Tune, bei dem es einem bei der Ausführung des Tanzes so warm wird, daß man die eisige Winterkälte vergißt. Genauso ergeht es einem bei der Ausführung von Playfords “Cold and raw the Northwind does blow”. Dieser Tanz stammt ebenso wie “Christmas Cheer”, “Puddings and Pies” and “New Years Eve” aus Playfords Notendrucken “The Dancing Master”, einer Sammlung von Tanzmusik mit Tanzanleitungen. Die in Europa weit verbreitete Geschichte von Steffen und Herodes über die mysteriöse Wiederauferstehung eine Brathähnchens wurde nicht nur im Mittelalter gesungen; sie lebt noch heute in den naiv anmutenden Weihnachtsliedern Skandinaviens fort, mit eingängigen Melodien und Refrains, in die die Gemeinschaft schon in der zweiten Strophe einstimmen kann. Kompliziertere Versionen derselben Geschichte finden sich in mündlich tradierten Balladen der britischen Inseln. 1582 wurde in Greifswald die heute wichtigste Sammlung alter Weihnachtslieder publiziert, die Piae Cantiones. Ein finnischer Student an der Rostocker Universität hatte diese mittelalterlichen Lieder in lateinischer und schwedischer Sprache aufgeschrieben und sie gehören noch heute zum lebendig gebliebenen Musikschatz Finnlands und Schwedens.





Dienstag, 8. Januar 2019, 14.30 und 19.30 Uhr
203. Veranstaltung

OFFENES LIEDERSINGEN

Jan Katzschke - Gesang, Orgel, Regal
Thomas Friedlaender - Zink und Zimbeln





Dienstag, 12. Februar 2019, 14.30 und 19.30 Uhr
204. Veranstaltung





Dienstag, 12. März 2019, 14.30 und 19.30 Uhr
205. Veranstaltung

















ÄNDERUNGEN IM PROGRAMM SIND NICHT BEABSICHTIGT ABER VORBEHALTEN.

Veranstalter: Förderverein Palais Großer Garten e.V.
Konzept und Organisation: Thomas Friedlaender und Marius Winzeler

Wir bedanken uns herzlich für die hervorragende Zusammenarbeit
und großartige Unterstützung durch alle
Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle Großer Garten,
insbesondere bei Cornelia Franke und Georgia Zwanzig.

Herzlicher Dank für freundliche Unterstützung:



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Förderverein Palais Großer Garten e.V.


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